Orthopädie

Ergotherapie Himmelstraße | Anna Pokojski und Andrea Zube

Rehabilitation des Bewegungsapparates

Die Orthopädie beschäftigt sich mit Fehlbildungen und Erkrankungen des Bewegungs-, und Stützapparates. Die Bereiche der Rheumatologie, Chirurgie und Traumatologie werden hier ebenso miterfasst. Im Folgenden wollen wir Sie über Beeinträchtigungen und Krankheitsbilder, Therapiemaßnahmen sowie Ziele der Ergotherapie im Fachbereich Orthopädie informieren.

Ziele orthopädischer Maßnahmen

Ziele der Behandlung in der Orthopädie sind

  • der Aufbau und die Kräftigung der Muskulatur
  • die Verbesserung der Koordination und der allgemeinen Beweglichkeit
  • im Besonderen die Verbesserung der Grob-, und Feinmotorik der oberen Extremität und der Hände
  • die Verbesserung der Sensibilität

Darüber hinaus soll die Therapie zur Schmerzlinderung und zum Erlernen von Kompensationsmöglichkeiten führen, um eine größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag zu erreichen.

 

Diese Symptome behandeln wir

  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Arthritis oder Arthrose
  • Frakturen
  • Sehnen-, Band-, oder Muskelverletzungen
  • Nervenläsionen
  • CRPS
  • Morbus Bechterew
  • Morbus Dupuytren
  • Morbus Sudeck
  • Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke
  • Lähmungen
  • Karpaltunnel-Syndrom
  • Narben
  • Ödeme
  • Amputationen
Handtherapie in der Praxis für Ergotherapie Himmelstraße in Hamburg-Winterhude

Therapiemaßnahmen

Alltagstraining

Im Rahmen der ET wollen wir Ihnen bei orthopädischen Erkrankungen oder nach Verletzungen dabei helfen oftmals eingeschränkte Alltagshandlungen wiederzuerlangen und ihre Selbstständigkeit herzustellen. Dies umfasst ein Selbsthilfetraining in den Bereichen Waschen, Ankleiden, Essen zubereiten, Essen und Einkaufen. Von großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang eine angepasste Hilfsmittelversorgung, sowie eine Therapie zur Schmerzlinderung und Mobilisation, um dadurch ihre Beweglichkeit und Geschicklichkeit zu verbessern und Ihnen damit Selbstständigkeit wiederzugeben.

Hilfsmittelberatung

Um nach einem Unfall oder bei einer Erkrankung im Alltag und bei der Selbstversorgung größtmögliche Selbstständigkeit und Unabhängigkeit zu erlangen sind oftmals Hilfsmittel notwendig. Hilfsmittel gehören zu den Sachleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung im Rahmen der Krankenbehandlung (§ 33 SGB V). Dazu gehören Rollstühle, Gehilfen, Einlagen, Prothesen, Toilettensitze und vieles mehr. Wir beraten Sie in diesem Zusammenhang gerne über Anpassung, Organisation, Umgang mit und Finanzierung von Hilfsmitteln.
Dieses geschieht in Zusammenarbeit mit Ärzten, Sanitätshäusern und den Krankenkassen.

Handtherapie

Die Handtherapie befasst sich mit  Verletzungen der oberen Extremität.

Sie umfasst die Rehabilitation von Patienten mit angeborenen, traumatischen und degenerativen Erkrankungen der Hände, Unter-, und Oberarme.  Therapieinhalt ist,  der funktionsgestörten Hand oder dem Arm zu zielgerichteten, automatisierten und koordinierten Bewegungen zu verhelfen und dadurch möglichst die ursprünglichen Funktionen zurückzugewinnen. Frühere Tätigkeiten des Patienten sollen weitestgehend wieder ermöglicht werden, so dass er  dadurch seinen Anforderungen  im Alltag und im  häuslichen, sozialen  und beruflichen Umfeld  gerecht werden kann.

Spiegeltherapie

Die Spiegeltherapie wird bei Phantomschmerzen, Missempfindungen, Wahrnehmungsstörungen und Sensibilitätsproblemen angewandt. Dabei führt der Klient seine nicht betroffene Hand so neben einen speziellen Spiegel, dass die Illusion entsteht, das Spiegelbild sei seine zweite Hand. Dabei betrachtet er das Spiegelbild zunächst konzentriert und führt später unter Anleitung aktive Bewegungen oder Tastübungen durch. Durch die Vorspiegelung wird die Repräsentation an der zuständigen Stelle auf der Großhirnrinde erheblich gefördert.

Thermische Anwendungen

Der Arzt kann zusätzlich zu einer Bewegungstherapie thermische Anwendungen verschreiben, um eine Bewegungs-, und Funktionsbehandlung vorzubereiten. Wärmebehandlungen fördern dabei die Durchblutung sowie den Zellstoffwechsel und unterstützen damit die Gewebeheilung und verbessern die Beweglichkeit. Sie werden beispielsweise bei Handverletzungen, chronischen rheumatischen Erkrankungen oder Muskelschmerzen eingesetzt. Therapiemittel sind dabei heiße Rollen, Wärmekissen oder Paraffinbäder. Kälteanwendungen werden angewandt zur Verringerung von Ödemen und Entzündungen, sowie Schwellungen und Schmerzen. Dazu setzen wir Therapiemittel wie Rapsbäder, Kältegelpackungen und Eiswürfel ein.